
Projekt Potsdamer Stammbahn+: Baugrunderkundungen und Kampfmittelsondierungen werden durchgeführt
Im Rahmen der Vorplanung werden Baugrunduntersuchungen durchgeführt, um eine Aussage über die Beschaffenheit des Bodens treffen zu können und um die richtige Wahl der Gründungen für Brücken und Bahnsteige zu treffen. Dafür kommen unterschiedliche Bohrverfahren zum Einsatz. Es erfolgen Sondierungen, die mit kleinerem Gerät durchgeführt werden, in eine Tiefe von 8-12 m Bohren haben; Diese Arbeiten dauern in der nur Regel wenige Stunden. An anderen Stellen werden Bohrungen bis zu 25 m Tiefe durchgeführt, hier beläuft sich der Zeitaufwand für die Arbeiten auf ungefähr eine Woche pro Bohrung. Des Weiteren sind auch Kenntnisse über die Grundwasserstände erforderlich. Für diesen Zweckwurden Grundwassermessstellen installiert, über die die Entwicklung des Grundwasserstandes über circa eineinhalb Jahre beobachtet wird.
Neben Kenntnissen über den Grundwasserstand der Bodenschichtung gehören zu Baugrunderkundungen auch Dichtemessungen des Bodens. Diese werden mit einem speziellen Gerät durchgeführt. Um den Boden und vor allem darin lebende Tiere zu schützen, werden im Waldbereich Lastverteilplatten unter das Dichtemessgerät gelegt, da dieses ein Gewicht von ca. 16 Tonnen hat.
Die Baugrunduntersuchungen entlang der Trasse der Potsdamer Stammbahn sind in vollem Gange, seit Ende 2025 finden Untersuchungen statt. Begonnen wurde im Bereich Griebnitzsee, von wo aus sich stadteinwärts voran gearbeitet wird.
17.10.2025
Die Deutsche Bahn (DB InfraGO AG) plant die Wiederinbetriebnahme der Potsdamer Stammbahn. Aktuell wird die Leistungsphase 2 gemäß HOAI durchgeführt, die Vorplanung.
In diesem Zusammenhang werden ab November 2025 Baugrund- und Kampfmittelsondierungen entlang der Trasse zwischen Potsdam-Griebnitzsee und Berlin Bezirk Tempelhof-Schöneberg stattfinden. Diese Untersuchungen werden sukzessive bis Herbst 2027 erfolgen.
Die Baugrund- und Kampfmittelsondierungen finden wochentags in der Zeit von 07:00 bis 18:00 Uhr statt, insbesondere in der Form von Bohrungen. Im Bereich Arbeiten kann es zu Lärm und Erschütterungen kommen. Die ausführenden Firmen sind bemüht, die von den Arbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Die Eigentümer der Grundstücke wurden, soweit diese auffindbar und erreichbar waren, durch die DB direkt informiert. Wir bitten Sie für die entstehenden Belastungen um Verständnis.
Im Einzelnen werden folgende Abschnitte untersucht:
- Stadt Potsdam:
Griebnitzsee bis Machnower Straße, exklusive Bernhard-Beyer-Straße - Gemeinde Kleinmachnow:
Teerofenweg bis Benschallee - Berlin, Bezirk Steglitz-Zehlendorf:
Bernhard-Beyer-Straße, Machnower Straße bis Bereich Teerofenweg und Benschallee bis Friedenauer Brücke - Berlin, Bezirk Tempelhof-Schöneberg:
Friedenauer Brücke bis Yorckstraße (Großgörschenstraße) - Berlin Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg:
Yorckstraße (Großgörschenstraße) bis Nord-Süd-Fernbahntunnel (Gleisdreieck-Park) (York ist diese englische Stadt)
Begonnen wird im Bereich Griebnitzsee, die Arbeiten sollen während der Vegetationspause im Düppeler Forst beginnen und werden im Laufe des Jahres 2026 stadteinwärts fortgesetzt.





