
Südlicher Berliner Innenring
Das Projekt
Steckbrief
- Baumaßnahmen: Streckenausbau, Elektrifizierung, Ausbau Verkehrsstationen
- Projektstand: in Planung
- Baubeginn: 2032
- Inbetriebnahme: 2038
Projektumfang
- Elektrifizierte Regional, Fern- und Güterverkehr
- Untersuchung Ausbau der Verkehrsstationen Südkreuz in der Ebene +1 und Hermanstraße bzw. Neukölln
- Verlängerung des Regionalbahnsteigs in Ostkreuz
Projektstatus
Vorplanung
- Finanzierungsvertrag zur Vorplanung (Lph 2) durch Länder und DB gezeichnet
Karte

Historie
Der Berliner Innenring wurde 1877 fertiggestellt und sollte als Verkehrsgürtel die Gemeinden und Städte zusammenbringen, aus denen dann ab 1920 „Groß-Berlin“ entstand. Bis 1928 wurde der Berliner Innenring mit Dampfloks betrieben, ab 1924 wurden große Teile des Berliner Streckennetzes mittels Stromschiene elektrifiziert, was die Fahrzeit der nun elektrisch betriebenen S-Bahnzüge auf dem Ring auf knapp eine Stunde reduzierte. Neben der zweigleisigen S-Bahn mit einer Vielzahl von Verkehrsstationen umfasste der Innenring Fern- und Gütergleise mit zahlreichen Anlagen für den Umschlag von Gütern (Güterbahnhöfen) sowie zur Anbindung von Anschlussbahnen zur Bedienung nahegelegener Industriegebiete Im Krieg wurde die Ringbahninfrastruktur stark zerstört, jedoch bis 1946, als wichtige Verkehrsader, wieder vollständig aufgebaut. Mit dem Mauerbau am 13.08.1961 und der Teilung der Stadt Berlin wurde auch der Ring geteilt; eine Umrundung war nicht mehr möglich. Jahrelanger Stillstand ließ einen Großteil der Infrastruktur verfallen.
Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 war ab 1997 zumindest auf den S-Bahngleisen wieder Betrieb und ab dem 15.06.2002, wieder eine vollständige S-Bahnumrundung möglich. Die bis dahin überwiegend durch den Güterverkehr genutzten Fernbahngleise wurden auf dem Nordring (Jungfernheide über Gesundbrunnen zum Ostkreuz) ebenfalls elektrifiziert und damit für den Regional- und Fernverkehr besser nutzbar gemacht.
Der südliche Ring ist seit September 2016 nach einer mehrjährigen Betriebsruhe zwischen Halensee und dem Abzweig nach Schöneweide wieder in Betrieb, mit teilweise eingleisigen Abschnitten. Der Südring ist jedoch auf den Fernbahngleisen nicht elektrifiziert und besitzt für Fahrgäste des Regional- und Fernverkehrs keine Zugangsstellen (Verkehrsstationen). Dementsprechend wird er von den Eisenbahnverkehrsunternehmen des Fern-, Regional- und Güterverkehrs nur sehr gering genutzt. Es verkehren Güterzüge, wenn der Laufweg zum Verkehrskonzept der externen und internen EIU (Eisenbahn Infrastrukturunternehmen) passt.
Galerie
Südlicher Berliner Innenring Ist-Zustand
Kontakt

Marius Hertzer
DB InfraGO AG
Haben Sie Fragen zum Projekt? Dann können Sie mich gern kontaktieren:
bauprojekte.ost@deutschebahn.com








